Gute Fragen. Überzeugende Antworten.
FAQ’s – Häufig gestellte Fragen
Produkt und Funktion
Was ist ein Erdwärmekollektor?
Erdwärmekollektoren sind im Boden vergrabene Wärmetauscher. In der Regel sind sie aus Kunststoff gefertigt. Über Leitungen sind sie an Verteilerschächte angeschlossen. Von dort führen Leitungen zur Wärmepumpe und wieder zurück.
Wie funktioniert ein Erdwärmekollektor?
Zusammen mit der Wärmepumpe bilden die Kollektoren einen Kreislauf. Dazu ist das System mit Sole, einem Gemisch aus Wasser und einem Frostschutzmittel, gefüllt. Eine oder mehrere Pumpen bewegen die Sole langsam durch die Kollektoren. Dabei nimmt die Sole die Wärme des Erdreichs auf und transportiert sie zur Wärmepumpe. Diese entzieht der Sole die Wärme und bringt sie auf ein zum Heizen geeignetes Temperaturniveau. Die abgekühlte Sole fliest zu den Kollektoren zurück und der Kreislauf beginnt von Neuem.
Woher kommt die Wärme, die Erdkollektoren zum Heizen nutzen?
Worin unterscheidet sich ein Erdwärmekollektor von einer Erdsonde?
Welche Arten von Erdwärmekollektoren gibt es?
Aus welchen Materialien bestehen die GeoCollect Kollektoren?
Die Kollektoren von GeoCollect sind ausschließlich aus dem Kunststoff PP-R gefertigt. Dieses Polypropylen Random Copolymer ist besonders langlebig und widerstandsfähig. Das Material hat keinerlei Auswirkungen auf das umliegende Erdreich. Die Kollektoren sind von einem unabhängigen Prüfinstitut für eine Lebensdauer von 100 Jahren zertifiziert.
Für welche Gebäude eignet sich das Produkt?
Kann der Kollektor mit jeder Wärmepumpe kombiniert werden?
Für die Kombination mit Erdkollektoren oder Erdsonden sind sogenannte Sole-Wärmepumpen, umgangssprachlich Erdwärmepumpen, vorgesehen. Alle namhaften Hersteller bieten Modelle an, die sich für GeoCollect-Kollektoren eignen. Wir beraten Sie gerne zur Auswahl von Modell, Leistung und Auslegung der Wärmepumpe(n).
Welche Vorteile bietet unser Kollektorsystem gegenüber gegenüber anderen Typen von Erdwärmekollektoren?
Durch ihr ausgefeiltes und patentiertes Design verfügen GeoCollect-Kollektoren über eine sehr große Kontaktfläche zum Erdreich. Gleichzeitig sorgen Turbulatoren im Innern des Kollektors für eine Verwirbelung der durchströmenden Sole. Dadurch nehmen die Kollektoren viel Wärme aus dem Erdreich auf. Das Ergebnis sind hohe Entzugsleistungen, also wieviel Wärme pro Quadratmeter Fläche aus dem Erdreich entnommen werden kann. Diese ist höher als bei allen anderen Kollektorsystemen auf dem Markt. In der Folge sind geringe Flächen auf dem Grundstück nötig, um ein Gebäude mit GeoCollect zu heizen und zu kühlen: Bei einlagiger Verlegung rund 1/3 der beheizten Gebäudefläche, bei zweilagiger Verlegung etwa 1/5 der beheizten Gebäudefläche. Der genaue Flächenbedarf ist abhängig von der Bodenbeschaffenheit, der Klimazone, dem Gebäude sowie der Auslegung der Wärmepumpenanlag
Leistung und Effizienz
Wie hoch ist die Entzugsleistung eines GeoCollect-Kollektors?
Ein einzelner GeoCollect-Kollektor hat eine durchschnittliche Entzugsleistung von 100 Watt. Üblicherweise sind zehn Kollektoren zu einem Strang kunststoffverschweißt. Dieser Strang liefert eine Leistung von einem Kilowatt (1kW). Die Zahl der Stränge bestimmt die Gesamtleistung der Anlage. Sie ist nach oben offen. Je nach Bodenbeschaffenheit und Auslegung der Anlage sind mehr oder weniger Kollektoren nötig, um die erforderliche Leistung bereitzustellen. Dies wird von uns im Rahmen der Projektplanung exakt ermittelt.
Reicht die Leistung auch im Winter aus?
Wie viel Heizleistung liefert ein Erdwärmekollektor?
Welche Rolle spielt die Bodenbeschaffenheit?
Wie groß ist die Kollektorfläche?
Muss die Kollektorfläche aus einer zusammenhängenden Fläche bestehen?
Wie kann ich die Fläche über den Kollektoren nutzen?
Wie effizient arbeitet eine Wärmepumpe mit GeoCollect-Erdwärmekollektor?
Kann die GeoCollect-Anlage auch Warmwasser erzeugen?
Welche anderen Erneuerbaren Energien kann ich mit einer GeoCollect-Anlage kombinieren?
Kann eine GeoCollect-Anlage auch Wärme speichern?
Ist passive Kühlung im Sommer möglich?
Wie berechnet man die passende Größe der Anlage?
Installation und Wartung
Wie läuft die Installation ab?
Nach Auftragserteilung und -bestätigung nimmt einer unserer zertifizierten Installationsbetriebe Kontakt mit Ihnen auf. Dabei werden Umfang und Dauer der Installationsarbeiten besprochen und festgelegt. Die Installation startet mit der Anlieferung des Materials sowie dem Aushub der Gräben oder der Grube, in der die Kollektoren verlegt werden. Das kann ein Erdbauer vor Ort machen oder wir vermitteln Ihnen ein erfahrenes Unternehmen.
Anschließend werden die Kollektoren nach Installationsschema verlegt, vor Ort miteinander kunststoffverschweißt und mit Leitungen an den oder die Verteilerschächte angeschlossen. Von dort verlaufen Leitungen durch eine abgedichtete Wandbohrung in den Heizraum, wo die Wärmepumpe steht. In der Regel enden unsere Leitungen an zwei Kugelhähnen, an denen der Heizungsbauer Vor- und Rücklauf der Wärmepumpen anschließt. Nachdem ein umfangreiches Programm zur Dichtheit der Anlage und Qualitätssicherung abgeschlossen ist, werden die Gräben bzw. die Grube verfüllt und planiert.
Welche Prüfungen werden vor der Inbetriebnahme durchgeführt?
Unsere zertifizierten Einbaubetriebe prüfen die von ihnen verlegten GeoCollect-Anlagen akribisch nach einem vorgeschriebenen Schema, bevor die Kollektoren in der Erde verschwinden. Dazu gehören mehrere Druckprüfungen für jeden einzelnen Strang. Einmal mit Luft, einmal mit Wasser. Über die Ergebnisse erhalten Auftraggeber ein ausführliches Protokoll.
Wie tief werden GeoCollect-Erdwärmekollektoren verlegt?
In der Regel sind einlagige Kollektoranlagen von GeoCollect 1,50 Meter unter Geländeoberkante verlegt. Zweietagige Anlagen haben ihren tiefsten Punkt 2,50 Meter unter Geländeoberkante. Für Sonderfälle und bei einer aktiven Regeneration mit einer weiteren Wärmequelle sind bis zu fünf Etagen untereinander machbar. Zum Beispiel in eng bebauten, urbanen Quartieren.
Wie lange dauert die Verlegung?
Das hängt von der Leistung der Anlage, sprich der Zahl der Kollektoren, der Bodenbeschaffenheit, der Logistik und ein Stück weit auch vom Wetter ab. Grob gesagt dauert die Installation inklusive Erdarbeiten von rund 2 bis 3 Arbeitstagen bei Einfamilienhäusern bis zu 4 oder 5 Monaten bei sehr großen Anlagen mit nahezu 10.000 Kollektoren.
Welche Erdarbeiten sind notwendig?
Bei kleinen Anlagen reicht es häufig, mit einem Bagger entsprechend lange und tiefe Gräben auf dem Gelände auszuheben. Bei größeren Anlagen ist es vorteilhaft, die Fläche für die Kollektoren komplett als Grube auszuheben. Bei Neubauten ideal ist der gleichzeitige Aushub der Kollektorgrube im Zuge der Arbeiten für einen Keller. Für den Aushub sollte eine entsprechend große Lagerfläche zur Verfügung stehen. Je nach Bodenbeschaffenheit werden die Kollektoren mit Sand eingeschlämmt und ein Teil des Aushubs abgefahren. Zusätzlich werden schmale Gräben für die Anschlussleitungen vom Verteilerschacht zum Heizraum gegraben.
Benötige ich eine Genehmigung?
Nein, im Gegensatz zu einer Erdsondenbohrung ist für die Verlegung von GeoCollect-Kollektoren auf dem eigenen Grundstück in der Regel keine Genehmigung und keine gesonderte Versicherung nötig. Erforderlich ist eine formlose Anzeige bei der Baubehörde.
Können die Kollektoren nachträglich eingebaut werden?
Ja, sofern auf dem Grundstück genügend geeignete Fläche vorhanden ist.
Wie lange halten Erdwärmekollektoren?
GeoCollect-Kollektoren sind im eingebauten Zustand für eine Lebensdauer von 100 Jahren zertifiziert. Länger als viele Gebäude halten.
Ist eine Erdwärme-Anlage wartungsfrei?
Wie jede Komponente einer Wärmepumpenanlage sollten auch die Kollektoren regelmäßig in Augenschein genommen werden. Da diese keine beweglichen Teile haben und komplett mit Erde überdeckt sind, beschränkt sich die Kontrolle auf die Überwachung der Druckverhältnisse in der Anlage. Dazu sind für jeden Strang im Verteilerschacht, selten im Heizkeller, für jeden Strang ein gesondertes Manometer verbaut.
Was passiert bei einer Undichtigkeit?
Dieser Fall kommt sehr selten vor. Da die Kollektoren zu einzelnen Strängen zusammengefasst sind, kann ein Strang vorübergehend stillgelegt werden. So kann die Anlage weiter betrieben werden. Für die Reparatur muss der Erdboden über dem Strang entfernt werden. Die Lage der Stränge ist genau dokumentiert, sodass eventuell notwendige Erdarbeit zielgenau erfolgen könnten.


